MUSKEPEER wird durchs Programm "Hoch vom Sofa" gefördert

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Die Kids von MUSKEPEER wollen weiter miteinander arbeiten - das wurde im Verlauf des fünften Seminars Anfang März 2015 deutlich. Als nächste Schritte wollen die Jugendlichen ein Kinderrechte-Quiz speziell für Kinder und Jugendliche erarbeiten, die in Heimen und Wohngruppen leben. So soll spielerisch eine Auseinandersetzung mit den Kinderrechten gelingen. Dafür greifen die Kids auf ihre Erfahrungen zurück sowie auf die erarbeiteten Rechte aus der Broschüre, die aktuell redigiert wird.

Weiterhin wollen die Kids ein "Starter-Paket" für Jugendliche entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von Kinder und Jugendlichen in Heimen und Wohngruppen zugeschnitten ist. Die Kids schreiben in ihrem Antrag an die Jugendjury von "Hoch vom Sofa":

"Die Kinder und Jugendlichen in sächsischen Heimen und Wohngruppen erfahren mehr über ihre Rechte. Sie wissen über das Quiz und das Starterpaket auch, wohin sie sich wenden können, um sich zu beschweren. Wir wollen so Kinder und Jugendliche stärken, sich für ihre Rechte einzusetzen."

Die Jugendjury von "Hoch vom Sofa" hat das Projekt der MUSKEPEERS ausgesucht, um es zu fördern. Darüber freuen wir uns. Vor allem für die Kids selbst!

Wie weiter mit den Kinderrechten? Bericht vom 5. Seminar mit Jugendlichen aus sächsischen Heimen und Wohngruppen

DSC 0014Am ersten Lagerfeuer dieses Jahres hat die MUSKEPEER-Gruppe das fünfte Seminar ausklingen lassen. Hinter uns liegen wieder drei sehr intensive Tage, gefüllt mit vielen Geschichten, Diskussion und Erlebnissen. Nachdem die Gruppe im letzten Seminar in Berlin eine Broschüre aus Sicht der Jugendlichen auf das Hilfeplanverfahren entworfen hat, stand nun die Überarbeitung der Texte an. In Kleingruppen wurde auf den Text geschaut und Layout-Überlegungen angestellt. Außerdem wurde überlegt, ob es Sinn hat, sich weitere Male zu Seminaren zu treffen. Eigentlich nämlich ist der gemeinsame Arbeitsauftrag abgearbeitet: Die Broschüre ist erstellt, die Jugendlichen wissen nach eigenen Aussagen über Kinderrechte Bescheid und fühlen sich gestärkt, in ihren Wohngruppen für mehr Beteiligung einzutreten. Um es vorweg zu nehmen: Die Jugendlichen wollen gern weiterarbeiten. Dieses Mal fehlten zwar wieder einige Jugendliche aus der Gruppe wegen Krankheit und Schulbelastung. Insgesamt ist die Gruppe aber sehr gefestigt und arbeitsfähig.

 

Am Freitag gegen 17:30 kamen alle in Joketa an. Wir starteten mit einer Begrüßung, Nicole Schumann stellte sich vor und dann wurden die Zimmer verteilt.

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Die Erstellung einer Broschüre: Bericht vom 4. Seminar mit Jugendlichen aus sächsischen Heimen und Wohngruppen

WP 20150207 00 12 36 ProSeit November 2014 sind wir mit 14 Jugendlichen in mittlerweile vier Seminarfahrten unterwegs, um eine Broschüre zu entwerfen, die anderen Kindern und Jugendlichen hilft, ihre Rechte im Hilfeplanverfahren zu kennen und durchzusetzen. Wir wollen keine Broschüre aus Sicht von Erwachsenen machen, sondern die Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Sicht auf das Hilfeplanverfahren selbst in die Form einer Broschüre zu gießen. Darum ging es nun bei der vierten Seminarfahrt. Alle Jugendlichen, die an den Seminaren teilnehmen, leben aktuell in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, also in Heimen und Wohngruppen.

 

In den vorausgegangenen drei Seminaren haben sich die Jugendlichen kennengelernt, haben Vertrauen zueinander gefasst, sich von ihren Einrichtungen und Familien erzählt. Außerdem haben wir mit den Kids zu ihren Beteiligungserfahrungen in der Jugendhilfe gearbeitet.  In diesem vierten Seminar ging es nun darum, die besprochenen Erfahrungen und Tipps der Jugendlichen zusammenzutragen und in eine Form zu bringen. Das erste Ergebnis ist schon einmal, dass insgesamt 35 DIN-A6-Seiten Broschüre zusammengetragen und konkret formuliert wurden. Das sind schon jetzt 2.500 Wörter und knapp 15.000 Zeichen.

 

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Hilfeplan und Beteiligung: Bericht von einem Seminar mit Jugendlichen aus sächsischen Wohngruppen

2015-01-17 19.05.48Für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr bei Ihren Eltern leben können und stattdessen in einer Wohngruppe leben, ist der „Hilfeplan" der zentrale Ort für Entscheidungen über ihr weiteres Leben. Hier kommen meist Eltern, die Jugendlichen selbst, das Jugendamt und jemand aus einer Einrichtung zusammen, um zurückzuschauen, wie das Leben in der Wohngruppe bisher gelang und wie es nun weitergehen soll. Meist werden am Ende Ziele vereinbart, an denen alle arbeiten sollen. Solch ein Hilfeplangespräch kann für Jugendliche und Eltern eine belastende Erfahrung sein, gerade wenn sie sich nicht ausreichend beteiligt fühlen. Nicht immer gelingen die Kommunikation und die Entscheidungsfindung in einem solchen Hilfeplan gut. Denn hier soll beteiligt werden, es sollen alle zu Wort kommen können und am Ende sollen einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Fachleute gehen davon aus, dass der Hilfeplan regelmäßig gerade kein Ort der gerechten Aushandlung über die Hilfe ist. Wir haben uns vorgenommen, mit Jugendlichen, die selbst betroffen sind, darüber zu sprechen mit dem Ziel, mit ihnen gemeinsam eine Broschüre zum Thema Hilfeplanung zu entwickeln.

 

Im mittlerweile dritten Seminar des Projekts „MUSKEPEER" arbeiteten elf Jugendliche an einem Wochenende im Januar 2015 insgesamt 16 Stunden an den Themen UN-Kinderrechte, Beteiligung in der Wohngruppe und der Aufarbeitung von Hilfeplanerfahrungen.

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fiktive Stellenausschreibung aus Sicht von Jugendlichen, die in Heimen und Wohngruppen leben

Im Rahmen des Seminars "Muskepeer" haben wir die Jugendlichen gebeten zusammenzutragen, was aus ihrer Sicht eine Fachkraft mitbringen sollte, die bei ihnen in der Wohngruppe anfangen sollte. Mit den Jugendlichen gemeinsam haben wir das in einer Stellenausschreibung gepackt.

Stellenausschreibung

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Was ist hier erlaubt? Erfahrungen aus dem zweiten Seminar „Muskepeer“ mit Jugendlichen aus sächsischen Wohngruppen und Heimen.

Gruppe

 

Wie werden Jugendliche, die in Heimen und Wohngruppen leben, an Entscheidungen vor Ort beteiligt? Können sie ihr Zimmer frei einrichten? Dürfen sie Möbel mitbringen? Verhandeln sie die Regeln der Wohngruppe mit? Entscheiden sie mit, wofür Gelder ausgegeben werden? Wohin es in den Urlaub geht? Oder wie Sanktionen („Strafen“) aussehen? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des zweiten Seminars von „Muskepeer“, an dem insgesamt 14 Jugendliche teilnehmen, die nicht mehr zu Hause leben können.

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MUSKEPEER – erste Erfahrungen aus einem Seminar mit Jugendlichen

Der Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Beteiligungserfahrungen von Jugendlichen, die in Heimen und Wohngruppen leben, zum Thema zu machen. Wir wissen aus sozialwissenschaftlichen Studien, welche Bedeutung für die Wirkung von Erziehungshilfen es hat, dass JugendliHändechen beteiligt werden. Wir wissen weiterhin, dass es (1.) Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten braucht, dass es (2.) eine Beteiligungskultur in den konkreten Einrichtungen braucht und es (3.) Erfahrungen mit Beteiligung braucht, damit Beteiligung wirksam umgesetzt werden kann. 

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MUSKEPEER: ein ganz besonderes Seminar für Jugendliche mit HzE-Erfahrung

LeaMbuntWir wollen mit Jugendlichen (zw. 14 und 19 Jahren) über ihre Beteiligungserfahrungen in den Hilfen zur Erziehung ins
Gespräch kommen. Dabei geht es um Beteiligung im Hilfeplanverfahren und in Einrichtungen und der Frage danach, wie diese Beteiligung ausgebaut werden kann. In diesem Zuge wollen wir die Jugendlichen zu Peer-Berater_innen ausbilden und ihnen damit ermöglichen, innerhalb und außerhalb von Einrichtungen andere Kinder und Jugendliche zu Kinderrechten zu beraten. Vorerst sind zwei Seminare geplant, die für die Jugendlichen kostenfrei sind.

 

Wir suchen Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, die Erfahrungen in und mit Hilfen zur Erziehung haben und bereit sind, diese Erfahrungen mit anderen zu teilen und zu besprechen. Hast Du Lust? Dann melde Dich bei uns!

weitere Infos hier

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