Unterstützung fürs Careleaver-Zentrum HOD benötigt

HOD SpendenaktionWir benötigen Ihre und eure Unterstützung.

Seit einigen Wochen sind wir nun bereits dabei das House of Dreams (HoD), unser Care Leaver Zentrum in Dresden, aufzubauen. Leider stehen uns momentan nicht alle finanziellen Mittel zur Verfügung, die wir für die Fertigstellung des HoD benötigen.
Das HoD soll ein Ort für Jugendliche, junge Erwachsene und alle Care Leaver sein an dem wir uns vernetzen können und gemeinsam an neuen Ideen und besseren Bedingungen für andere Kinder und Jugendliche die in der Jugendhilfe leben oder gelebt haben zu arbeiten. Wir wollen einen Wohlfühlort und einen geschützten Raum für alle Care Leaver (und die, die es mal sein werden) schaffen.

Deshalb bitten wir Sie und euch auf diesem Weg um kleine und große Spenden, darum diese Mail weiterzuleiten oder einfach den nachfolgenden Link in euren Netzwerken zu teilen. Das wäre uns eine unheimlich große Hilfe. Wir sind jeder spendenden Person, jedem geteilten Link oder Weiterleitung sehr dankbar!

Hier der Link zu unserer Gofundme Seite:

https://www.gofundme.com/f/careleaverzentrum-dresden

oder kürzer hier: https://kurzelinks.de/uxbp

Im Namen der Care Leaver ganz herzlichen Dank und viele Grüße

Was ist ein Careleaver- Zentrum?

Was ist ein CL-ZentrumBisher gibt es so etwas wie ein Careleaver-Zentrum in Deutschland noch nicht. Der KJRV baut das erste Careleaver-Zentrum nun in Dresden auf. Das ist natürlich erklärungsbedürftig. Ein Careleaver- Zentrum soll eine Anlaufstellen für junge Menschen sein, die die öffentliche „Hilfe zur Erziehung" verlassen haben oder sie in naher Zukunft verlassen werden und weiterhin einen unbefriedigten (Hilfe-)Bedarf haben, der anders nicht gedeckt werden kann. In Careleaver-Zentren sollen Begegnungs-, Unterstützungs- und Hilfeangebote an einem Ort konzentriert werden, die Careleaver dabei unterstützen, selbständig in ein selbstbestimmtes Leben starten zu können. Mit diesem Hilfsangebot antworten die Beteiligten (Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. und Drosos Stiftung) konstruktiv auf unzureichende öffentliche Hilfsangebote für die Gruppe der über 18jährigen. Sie decken damit deren Bedarfe und kommunizieren aber auch gegenüber der öffentlichen Jugendhilfe die Hilfebedarfe, um zu erreichen, dass Hilfen zukünftig regelhaft über das 18. Lebensjahr hinaus bis zum Erreichen von selbstbestimmter Lebensführung gewährt werden – wie es Familien auch tun würden.

 

Eine detaillierte Vorstellung ist hier zu finden.

 

Das Careleaver Zentrum Dresden ist ein Projekt der Förderinitiative Brückensteine Careleaver, ermöglicht durch die Drosos Stiftung.

Einladung zur Eröffnung des Careleaver-Zentrum Dresden

Herzliche Einladung zur Eröffnung des
„HOD – House of Dreams. Das Careleaver- Zentrum"
Am 29.08.2019 um 17 Uhr in der
Schönfelder Straße 18, 01099 Dresden.

Das Careleaver- Zentrum Dresden ist ein neu entstehender Ort für junge Menschen, die in der Jugendhilfe in Heimen, Wohngruppen oder bei Pflegefamilien leben oder gelebt haben. Careleaver sollen hier Informationen erhalten, Unterstützung bekommen, Begleitung erfahren können und sich treffen können mit anderen Careleavern. Auch gemeinsames Handeln soll möglich werden, damit sich die Situation für Careleaver in unserer Gesellschaft verbessert. Die Eröffnungsfeier ist eine einmalige Gelegenheit, sich die Räume anzuschauen und mit Careleavern ins Gespräch zu kommen. Grußworte, eine Eröffnungsrede durch Careleaver selbst, geselliges Beisammensein sowie Essen und Getränke werden Sie und Euch erwarten. Wir freuen uns an diesem Tag über Nachbarn, Interessierte, Fachkräfte und Careleaver.

Das Careleaver Zentrum Dresden ist ein Projekt der Förderinitiative Brückensteine Careleaver, ermöglicht durch die Drosos Stiftung.

Einladung HOD Eroeffnung Seite 1

Einladung HOD Eroeffnung Seite 2

Careleaver - was ist denn das?

Hände„leaving care" bedeutet übersetzt aus dem englischenin etwa: den Betreuungsstatus verlassen oder Fürsorge verlassen.
„Care leaver" sind junge Erwachsene die ihr Leben oder einen Teil davon in öffentlicher Erziehung - z.B. einer Wohngruppe oder einer Pflegefamilie - verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden.
Der Begriff wird in der Regel ohne Altersangabe verwendet, da man sein Leben lang Care Leaver bleibt. Oftmals stehen diese jungen Menschen vor anderen Herausforderungen als Menschen, die in ihrer Herkunftsfamilie groß geworden sind. Diese Herausforderungen sind beispielsweise:

 

  • Viel früher als ihre Altersgenoss_innen, die zu Hause aufwachsen müssen sie auf eigenen Beinen stehen,
  • sie müssen den Übergang meist allein und ohne viel Rückhalt aus ihrer Familie schaffen
  • sie sind i.d.R. auf dem Bildungsweg weniger erfolgreich
  • sie haben häufiger psychische Herausforderungen zu bewältigen
  • sie sind häufiger von Ämtern und Behörden abhängig
  • sie haben häufig Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden ohne Bürgen
  • sie haben meist keine finanziellen Rücklagen
  • sie können i.d.R. nicht zurückkehren in die Einrichtungen, wenn sie mit der frühen Selbständigkeit scheitern.

Viele Informationen dazu gibt es z.B. beim Careleaver e.V. und bei der Universität Hildesheim.

Seit 2017 arbeitet auch der Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. explizit mit Careleavern, um deren Lebenslagen zu verbessern und ihre Rechte einzufordern.

DrososLogoWebDabei wird der KJRV durch die Drosos Stiftung unterstützt.

 

Fachtagung gemeinsam mit Careleavern: Schritte in ein selbstbestimmtes Leben – Unterstützungsmöglichkeiten für Careleaver aus Heimen, Wohngruppen und Pflegefamilien am 25.09.2019 in Dresden

Weltcafe schreiben 2Was braucht es, damit junge Menschen aus der Jugendhilfe in ein selbstbestimmtes Leben starten können? Der KJRV lädt zu einen Fachtag ein, der aus der Perspektive derjenigen, die in Hilfen zur Erziehung leben oder lebten heraus gute Ansätze, Notwendigkeiten und Änderungsbedarfe formulieren wird. Dafür treten Careleaver und Fachkräfte in einem Dialog.

 

Anmeldung: https://doo.net/veranstaltung/37178/buchung

 

Ort: Dreikönigskirche Dresden, Hauptstraße 23, 01097 Dresden

Zeit: Mittwoch, der 25.09.2019 von 10 – 16.30 Uhr; anschließend Präsentation des Abreißkalenders „In 100 Schritten in ein selbstbestimmtes Leben" durch Careleaver.

Hintergrund: Junge Menschen, die in Heimen, Wohngruppen und in Pflegefamilien aufwachsen, verlassen diese i.d.R. rund um den 18. Geburtstag ("Careleaver"). Viel früher als ihre Altersgenoss_innen, die zu Hause aufwachsen müssen sie auf eigenen Beinen stehen. Dabei haben sie viel größere Schwierigkeiten, weil sie den Übergang meist allein und ohne viel Rückhalt aus ihrer Familie gestalten müssen. Darüber hinaus sind sie benachteiligt, weil sie i.d.R. auf dem Bildungsweg weniger erfolgreich sind, weil sie häufig psychische Herausforderungen haben, weil sie häufiger von Ämtern und Behörden abhängig sind, weil sie Schwierigkeiten haben eine Wohnung zu finden ohne Bürgen, weil sie meist keine finanziellen Rücklagen haben und auch i.d.R. nicht zurückkehren können in die Einrichtungen, wenn sie mit der frühen Selbständigkeit scheitern. Die Hilfen enden meist sehr abrupt und viele Einrichtungen fragen sich, wie sie ihre erfolgreiche Arbeit gut zu Ende bringen können, wenn die Hilfen enden. Viele dieser jungen Menschen wenden sich an ombudschaftliche Beratungsstellen.

Weiterlesen: Fachtagung gemeinsam mit Careleavern: Schritte in ein selbstbestimmtes Leben –...

Immer wieder Thema: Kostenheranziehung für Jugendliche in der Heimerziehung

Grafik Kostenheranziehung

Junge Menschen, die in der Heimerziehung oder bei Pflegeeltern leben und eigenes Einkommen haben, müssen einen Teil davon für die Kosten der Heimerziehung an das Jugendamt abgeben. In der Regel sind das 75 Prozent. Das bedeutet, dass junge Menschen nur 25 Prozent von ihrem Einkommen behalten dürfen.

Es gibt Jugendliche, die das als ungerecht empfinden und die sich fragen, warum sie arbeiten gehen sollten oder eine Ausbildung anfangen sollten, wenn sie dann nur ein Viertel des Einkommens behalten dürfen. Weil das im Einzelfall als nicht gerecht empfunden wird und manchmal auch junge Menschen lieber gar nicht arbeiten gehen, wurde im Jahr 2013 im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) die Möglichkeit geschaffen, dass junge Menschen im Einzelfall auf Antrag mehr von ihrem Einkommen behalten dürfen.

Um junge Menschen über diese Möglichkeit zu informieren, veröffentlicht der Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. diese Information.

Weiterlesen: Immer wieder Thema: Kostenheranziehung für Jugendliche in der Heimerziehung