Angeregter Fachaustausch zum den Themen Beteiligung und Beschwerde an der HTWK

Angeregter Fachaustausch zum den Themen Beteiligung und Beschwerde an der HTWK

Im Rahmen einer Fachveranstaltung des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins zum Thema „Beteiligung und Beschwerde in den Erziehungshilfen“ kamen gestern an der HTWK Fachkräfte aus den Leipziger Erziehungshilfen zusammen, um sich über das in diesem Jahr gestartete Angebot der BeMiBe und dessen Verortung im Bundesnetzwerk Ombudschaft zu informieren. Außerdem wurden gemeinsam die Alltagserfahrungen zu Erfolge und Hürden bei der praktischen Umsetzung von Beteiligung diskutiert.

Aus der Diskussion können hier nur ein paar exemplarische Schlaglichter wiedergegeben werden. Diskutiert wurde u.A. darüber, was die Umsetzung von Beteiligung im Arbeitsalltag noch behindert, aber auch darüber woran es gelegen hat, wenn Beteiligung gut gelungen ist. Fehlende Zeit wurde dabei als Problem benannt, dass die Umsetzung von Beteiligung zu einer Herausforderung mache. Darüber hinaus gebe es immer wieder ungünstige Rahmenbedingungen, wie etwa einen „fertiger Hilfeplan“ mit schon vorgegebenen Hilfeplanzielen zu bekommen, der dann keinen Raum mehr für Aushandlung lässt. Drohungen und nicht transparentes Handeln von Fachkräften gegenüber Hilfeadressat_innen stehen Beteiligung zum Teil im Weg. Gelungen sei Beteiligung dann, wenn gleich zu Beginn der Hilfe klar gemacht wurde, was die Rechte der Hilfesuchenden sind und zugleich darauf hingewiesen wurde, dass Unzufriedenheiten jederzeit geäußert werden können. Klar sei dabei auch, dass es mit einem einmaligen Hinweis zu Beginn der Hilfe noch nicht getan sei, es komme dann darauf an „dranzubleiben“ und sich Rückmeldungen immer wieder direkt bei den Hilfesuchenden darüber einzuholen, ob das was als Hilfe angeboten und gemeinsam entwickelt wird, auch (noch) als hilfreich erlebt wird. Wenn dabei Unzufriedenheiten von Hilfeadressat_innen geäußert werden sei es ganz entscheidend, dass Fachkräfte in der Lage sind dann auch tatsächliche Alternativen anzubieten. Darüber und darüber hinaus wurde lebendig diskutiert. Zentrale Aspekte der Diskussion, die in zwei Untergruppen geführt wurde, sind auf einer Moderationswand gesammelt worden.